Welche Arten von Distributionen gibt es?

Die Distributionen unterscheiden sich in der Art und Häufigkeit, in der sie Softwareaktualisierungen durchführen.

Es gibt zum einen Distributionen mit festen Veröffentlichungszeiträumen. Ein Beispiel dafür ist Ubuntu. Dies erscheint alle 6 Monate, jeweils im April und im Oktober. Für ein Release werden möglichst neue Versionen der einzelnen Programme verwendet und die Versionsnummer zu einem bestimmten Zeitpunkt eingefroren. Zur Laufzeit dieses Release gibt es nur noch Sicherheitsupdates für die entsprechenden Versionen, aber keine Aktualisierung auf eine neuere. Einzige Ausnahme sind Programme wie Firefox, die ihre Release Zyklen geändert haben.

Dann gibt es Distributionen ohne feste Veröffentlichungstermine. Hier werden auch die Versionsnummern der Programme eingefroren, der Termin für die Fertigstellung ist jedoch nicht festgelegt. Ein Beispiel ist die stabile Version von Debian (it's done when it's done).

Die dritte Möglichkeit sind Rolling Releases. Hier gibt es keine festen Releases. Im Gegensatz zu Fixed Releases werden sämtliche Programme und das gesamte Betriebssystem permanent aktualisiert.

Eine weitere Form der Fixed Releases sind sogenannte LTS (Long Term Support). Ubuntu bietet, wie erwähnt, alle 6 Monate ein neues Release. Für ein Release gibt es 18 Monate Sicherheitsaktualisierungen. Alle zwei Jahre wird jedoch ein Release mit verlängertem Support Zeitraum veröffentlicht. Diese erhielten bisher (bis April 2010) 3 Jahre Support, ab April 2012 5 Jahre. Andere Distributoren bieten teilweise noch längere Zeiträume.

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