Das Tiny24 Prototype Board ist eine Experimentierplatine für den ATtiny24 AVR Controller. Die Platine enthält eine Grundschaltung für den ATtiny24 (und pinkompatible) mit ISP Schnittstelle und optionalem Quarz sowie eine Spannungsversorgung mit Verpolschutz und Sicherung. Auf einem Lochrasterfeld lassen sich eigene Erweiterungen aufbauen. Die Platine ist vergoldet, was eine gute Lötbarkeit auch nach längerer Zeit noch gewährleistet.
Zum Löten sollte man einen Lötkolben oder eine Lötstation mit elektronischer Regelung und mindestens 50W verwenden. Die Lötspitze darf nicht zu lang und zu dünn sein. Einige der Lötaugen sind mit sogenannten Thermals mit der Kupferfläche verbunden. An diesen Lötaugen kann der Lötvorgang aufgrund der hohen Wärmeableitung länger dauern. Liefert der Lötkolben nicht ausreichend Wärme oder ist die Lötspitze zu lang kann es dazu kommen das die Wärmeableitung zu groß ist und das Zinn nicht richtig schmilzt. In manchen Fällen verbindet sich das Zinn nur mit dem Pin des Bauteils, jedoch nicht mit dem Lötauge auf der Platine. Dies kann zu Kontaktproblemen führen.
| Bezeichnung | Bauteil | Wert | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| R1 | Widerstand | 10k Ohm | braun schwarz schwarz rot braun |
| R2 | Widerstand | 680 Ohm | blau grau schwarz schwarz braun |
| B1 | Gleichrichter | DB103G | Polarität beachten |
| IC1 | Controller | ATtiny24-20PU | Sockel einlöten. Polarität beachten |
| IC2 | Spannungsregler | 7805 | Einbaurichtung beachten |
| F1 | Sicherung | 1A träge | Sockel einlöten |
| C1-C3 | Kondensator | 100nF | |
| C6 | Elko | 220µF/25V | Polarität beachten |
| S1 | Schalter | Spannungsschalter | |
| S2 | Taster | Resettaster | |
| SV1 | Wannenstecker | 6-polig | Einbaurichtung beachten |
| X1 | Spannungsstecker | ||
| LED1 | Leuchtdiode | 3mm grün | Einbaurichtung beachten |
Mit der Bestückung beginnt man mit den niedrigsten Bauteilen, also mit den beiden Widerständen. Die Anschlüsse dieser Bauteile müssen gebogen werden, was sich am besten mit einer Biegelehre durchführen lässt. Eine flache Zange kann auch verwendet werden.
Die nächst höheren Bauteile sind die 100nF Kondensatoren, der Gleichrichter, der IC Sockel, der Sockel für die Sicherung und die Leuchtdiode. Am besten bestückt man sie in dieser Reihenfolge. Bei dem IC Sockel ist auf die Einbaurichtung zu achten. Eine Kerbe ist die Markierung. Der Gleichrichter muss so eingelötet werden, wie es die Symbole vorgeben. Die Leuchtdiode hat eine abgeflachte Seite. Diese muss in Richtung der Beschriftung „LED1“ zeigen.
Die Reihenfolge der übrigen Bauteile ist nicht kritisch und kann frei gewählt werden. Zu beachten ist die Einbaurichtung des Spannungsreglers IC2, des Elko und des 6 poligen Wannensteckers. Die Metallfläche des Spannungsreglers muss nach außen zeigen. Der Elko hat als Markierung einen weißen Streifen. Dieser markiert den Minuspol. Das längere Bein markiert den Pluspol. Das längere Bein muss in das Loch das auf der Platine mit einem + Zeichen beschriftet ist.
Hinweis: Bei den Elkos ist der korrekte Einbau extrem wichtig. Ein falsch gepolter Elko kann platzen und dadurch Verletzungen verursachen
Die Kerbe des Wannensteckers muss nach innen zeigen.
Nachdem alle Bauteile eingelötet sind kann man die Sicherung in den Sockel stecken. Das IC sollten vorerst nicht bestückt werden.
Der Gleichrichter bietet einen hervorragenden Schutz vor einer Verpolung der Versorgungsspannung. Allerdings gehen an ihm auch ca 1,4V verloren. Es ist eine Eingangsspannung von mindestens 8V notwendig. Wenn der Betrieb mit geringerer Spannung erforderlich ist kann man den Gleichrichter durch zwei Drahtbrücken ersetzen. Die Drahtbrücken sind, wie auf der Platine mit den Strichlinien angedeutet, einzulöten.
Im Betrieb ohne Gleichrichter muss an der Hülse der Spannungsbuchse GND und am Stift Plus anliegen. Die Belegung der beiden Lötpunkte sind auf der Platine abgedruckt
Vor der Inbetriebnahme kontrolliert man noch einmal die Bestückung. Sind alle Teile an der richtigen Stelle? Sind die Bauteile richtig herum eingebaut? Sind alle Lötstellen sauber und gibt es keine Lötbrücken? Außerdem sollte die erste Inbetriebnahme ohne das IC durchgeführt werden. Als Stromversorgung eignet sich am besten ein Labornetzteil mit einstellbarer Strombegrenzung. Alternativ kann auch ein Steckernetzteil mit 8-12V DC oder 6-10V AC und 100-300mA verwendet werden.
Hinweis: Man darf beim ersten Test auf keinen Fall Batterien, Akkus oder ein PC Netzteil verwenden. Sie können hohe Ströme liefern was im Fehlerfall zur Zerstörung von Bauteilen oder sogar Verletzungen führen kann
Die Spannungsversorgung erfolgt über die Spannungbuchse X1. Sofern der Gleichrichter bestückt ist spielt die Polarität keine Rolle (siehe Alternative Bestückung).
Nachdem man die Versorgungsspannung angeschlossen hat kann man den Schalter auf dem Board einschalten. Die Leuchtdiode muss leuchten. Ist dies nicht der Fall die Spannung sofort wieder abschalten. Tipps zur Fehlersuche erhalten Sie anschließend. Leuchtet die LED kann man an den mit VCC und GND beschrifteten Lötpunkten neben dem Lochrasterfeld die Spannung messen. Diese sollte 5V +/-5% betragen.
Sollte die Leuchtdiode nach dem Einschalten nicht leuchten kann das verschiedene Ursachen haben.
Das Prototype Board hat einen 6 poligen ISP Anschluss kompatibel zum Atmel Standard wie er bei AVRISP mkII oder dem AVR Dragon zu finden ist.
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