ATmega8A Prototype Board

ATmega8 Prototype Board Das ATmega8A Prototype Board ist eine kompakte Platine (80x100mm) mit allen notwendigen Elementen die zur Arbeit mit dem ATmega8A benötigt werden. Neben der Grundbeschaltung für den ATmega8A mit ISP verfügt das Board über einen Spannungsregler und eine serielle Schnittstelle. Für eigene Erweiterungen gibt es ein robustes Lochrasterfeld. Die Lötaugen sind doppelseitig und durchkontaktiert ausgeführt was die Stabilität erheblich verbessert.

Das Mega8A Prototype Board wird als Bausatz geliefert. Da keine SMD Bauteile verwendet werden ist der Aufbau unkompliziert. Alle wichtigen Bauteile sind gesockelt und lassen sich austauschen.

  • Schwierigkeitsgrad einfach bis mittel
  • Lötdauer 20-30 Minuten

Technische Daten

  • ATmega8A-PU
  • gesockelter Quarz
    • 14,756MHz und 16,000MHz
  • RS232 Schnittstelle
  • 6 poliger ISP Anschluss
  • 5V Spannungsregler
  • Verpolungsschutz
  • 1A Sicherung
  • Abmessungen: 80x100mm
  • Bohrabstand: 70x90mm
  • Bohrdurchmesser: 3,2mm
  • Lochraster 2,54mm, doppelseitig durchkontaktiert für hohe Stabilität
  • jetzt mit AVR109 kompatiblem Bootloader

Benötigtes Werkzeug

Biegelehre

  • Elektronik Lötkolben oder Lötstation
  • Elektronik Lötzinn
  • Elektronikseitenschneider
  • optional Biegewerkzeug

Zubehör zum Betrieb

Anschlusskabel

  • AVR ISP Programmer
  • Spannungsversorgung (Steckernetzteil oder Labornetzgerät)
  • Nullmodemkabel
  • Anschlusskabel für Spannungsbuchse

Löten

Zum Löten sollte man einen Lötkolben oder eine Lötstation mit elektronischer Regelung und mindestens 50W verwenden. Die Lötspitze darf nicht zu lang und zu dünn sein. Einige der Lötaugen sind mit sogenannten Thermals mit der Kupferfläche verbunden. An diesen Lötaugen kann der Lötvorgang aufgrund der hohen Wärmeableitung länger dauern. Liefert der Lötkolben nicht ausreichend Wärme oder ist die Lötspitze zu lang kann es dazu kommen das die Wärmeableitung zu groß ist und das Zinn nicht richtig schmilzt. In manchen Fällen verbindet sich das Zinn nur mit dem Pin des Bauteils, jedoch nicht mit dem Lötauge auf der Platine. Dies kann zu Kontaktproblemen führen.

Stückliste

Bezeichnung Bauteil Wert Bauform Bemerkung
R1 Widerstand 10k Ohm 0207 braun schwarz schwarz rot braun
R3 Widerstand 680 Ohm 0207 blau grau schwarz schwarz braun
D1 Diode 1N4007 DO41 Polarität beachten
Q1 Quarz 14,7456MHz, 16MHz HC49S Sockel einlöten
IC1 Controller ATMega8A DIP28 Zuerst nur Sockel einlöten. Polarität beachten
IC2 Schnittstelle MAX232 DIP16 Zuerst nur Sockel einlöten. Polarität beachten
IC4 Spannungsregler 7805 TO220 Polarität beachten
F1 Sicherung 1A träge rund RM5,08mm Zuerst Sockel einlöten
C1, C8-11, C13 Keramikkondensator 100nF RM2,54mm
C2-5 Elektrolytkondensator 10μF axial RM2mm Polarität beachten
C6, C7 Scheibenkondensator 22pF RM2,54mm
C12 Elektrolytkondensator 220μF axial RM3,5mm Polarität beachten
SV1 Wannenstecker 6 polig Einbaurichtung beachten
X1 D-Sub Stecker 9 polig 90°
X2 Spannungsstecker
S1 Schalter
S2 Reset-Taster 6x6mm
LED1 Leuchtdiode LED 5mm grün Polarität beachten

Bestückung

Bestückungsplan Mit der Bestückung beginnt man mit den niedrigsten Bauteilen, also die beiden Widerstände und die Diode. Die Anschlüsse dieser Bauteile müssen gebogen werden was sich am besten mit einer Biegelehre machen lässt. Eine flache Zange kann auch verwendet werden. Bei der Diode D1 ist auf die richtige Einbaurichtung zu achten. Der Ring dient als Markierung.

Die nächst höheren Bauteile sind die 100nF Kondensatoren, der Quarz Sockel, die 22pF Kondensatoren, der Sockel für die Sicherung, die IC Sockel und die Leuchtdiode. Am besten bestückt man sie in dieser Reihenfolge. Bei den IC Sockeln ist auf die Einbaurichtung zu achten. Eine Kerbe ist die Markierung. Die Leuchtdiode hat eine abgeflachte Seite. Diese muss in Richtung der Beschriftung „LED1“ zeigen.

Die Reihenfolge der übrigen Bauteile ist nicht kritisch und kann frei gewählt werden. Zu beachten ist die Einbaurichtung des Spannungsreglers IC4, der fünf Elkos und des 6 poligen Wannensteckers. Die Metallfläche des Spannungsreglers muss nach außen zeigen. Die Elkos haben als Markierung einen weißen Streifen. Dieser markiert den Minuspol. Das längere Bein markiert den Pluspol. Das längere Bein muss in das Loch das auf der Platine mit einem + Zeichen beschriftet ist.

Hinweis: Bei den Elkos ist der korrekte Einbau extrem wichtig.
Ein falsch gepolter Elko kann platzen und dadurch Verletzungen verursachen

Die Kerbe des Wannensteckers muss nach innen zeigen. Wenn man die Kabel für die Spannungsversorgung anlöten möchte lässt man die Spannungsbuchse unbestückt. Darunter befinden sich zwei Lötaugen an die ein Kabel direkt angelötet werden kann. Alternativ kann auch eine Schraubklemme mit einem 3,5mm Raster eingelötet werden.

Nachdem alle Bauteile eingelötet sind kann man die Sicherung und den Quarz in den jeweiligen Sockel stecken. Die Anschlüsse des Quarz werden auf ca 5mm gekürzt. Die beiden ICs sollten vorerst nicht bestückt werden

Erste Inbetriebnahme

Lötanschlüsse Spannungsbuchse

Vor der Inbetriebnahme kontrolliert man noch einmal die Bestückung. Sind alle Teile an der richtigen Stelle? Sind die Bauteile richtig herum eingebaut? Sind alle Lötstellen sauber und gibt es keine Lötbrücken? Außerdem sollte die erste Inbetriebnahme ohne die ICs durchgeführt werden. Als Stromversorgung eignet sich am besten ein Labornetzteil mit einstellbarer Strombegrenzung. Alternativ kann auch ein Steckernetzteil mit 9-12V und 100-300mA verwendet werden.

Hinweis: Man darf beim ersten Test auf keinen Fall Batterien, Akkus oder ein PC Netzteil verwenden.
Sie können hohe Ströme liefern was im Fehlerfall zur Zerstörung von Bauteilen oder sogar Verletzungen führen kann

Die Spannungsversorgung erfolgt über die Spannungbuchse X2. Der Stift in der Mitte ist GND, die Hülse ist Plus. Alternativ kann X2 unbestückt gelassen werden. In diesem Fall kann man an die Lötpunkte VIN und GND direkt Kabel anlöten oder eine Schraubklemme mit einem Raster von 3,5mm eingelötet werden. Die Spannung sollte mindestens 8V und darf maximal 15V betragen.

Nachdem man die Versorgungsspannung angeschlossen hat kann man den Schalter auf dem Board einschalten. Die Leuchtdiode muss leuchten. Ist dies nicht der Fall schalten sie die Spannung sofort wieder ab. Tipps zur Fehlersuche erhalten Sie anschließend. Leuchtet die LED kann man an den mit VCC und GND beschrifteten Lötpunkten neben dem Lochrasterfeld die Spannung messen. Diese sollte 5V +/-5% betragen.

Fehlersuche

Sollte die Leuchtdiode nach dem Einschalten nicht leuchten kann das verschiedene Ursachen haben.

  • Überprüfen Sie die Spannungsquelle - ist die Spannung hoch genug?
  • Hat der Stecker richtig Kontakt? Wenn Sie ein Steckernetzteil mit unterschiedlichen Steckern verwenden überprüfen Sie den Durchmesser der Bohrung. Ist dieser zu groß kann es zu Kontaktproblemen kommen
  • Überprüfen Sie alle Lötstellen, insbesondere solche mit den bereits erwähnten Thermals. Hat das Lötzinn wirklich eine Verbindung zwischen dem Pin und dem Lötauge hergestellt? Gibt es keine Lötbrücken?
  • Ist die Diode richtig herum eingebaut? Der weiße Ring muss in Richtung der Beschriftung JTAG zeigen
  • Prüfen Sie mit einem Durchgangstester die Sicherung. Sollte die Sicherung durchgebrannt sein ersetzen Sie sie auf keinen Fall durch eine Drahtbrücke.
  • Ist der Spannungsregler richtig eingebaut? Die Metallfläche muss nach außen zeigen.
  • Überprüfen Sie die Schaltfunktion des Schalters.

avrprog Bootloader

Der Controller wird ab sofort mit AVR109 kompatiblem Bootloader ausgeliefert. Verwendet wird der avrprog von Martin Thomas.

avrprog boot V0.85 Sourcecode Download

Der Bootloader wartet nach einem Reset oder dem Power Up eine Sekunde auf ein Signal auf der seriellen Schnittstelle. Danach startet ein vorhandenes Programm automatisch.

avrdude -pm8 -cavr109 -b115200 -Pcom0 -e            # COM0 unter Windows
avrdude -pm8 -cavr109 -b115200 -P/dev/ttyS0 -e      # Serielle Schnittstelle an COM0 unter Linux
avrdude -pm8 -cavr109 -b115200 -P/dev/ttyUSB0 -e    # USB Seriell Wandler unter Linux

Die Standard Baudrate ist 115200 Baud und man muss den 14,7456MHz Quarz verwenden, um den Bootloader nutzen zu können. Möchte man den Bootloader nicht nutzen muss man die Fusebits ändern

avrdude -pm8 -cavrisp2 -Pusb -U hfuse:w:0xc1:m -U lfuse:w:0xff:m

ISP Connector

Das Prototype Board hat einen 6 poligen ISP Anschluss kompatibel zum Atmel Standard wie er bei AVRISP mkII oder dem AVR Dragon zu finden ist.

RS232 Connector

Das Prototype Board hat einen 9 poligen D-Sub Stecker für die serielle Kommunikation. Für die Verbindung zum PC benötigt man ein Nullmodemkabel, 9 polig Buchse auf 9 polig Buchse, Pin 2 und 3 gekreuzt.

Nullmodemkabel

Schaltplan

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Links

embedit/avr/prototype_boards/mega8a_prototype_board.txt · Zuletzt geändert: 2011/05/30 08:55 von burli
 
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