======ATNGW100 First Steps====== Nachdem ich am Anfang einige Probleme hatte, will ich hier mit einem kleinen Tutorial anfangen, damit es für andere leichter wird. (Ich sitze gerade an einem Laptop, der über das NGW100 geroutet wird). Sie erhalten das [[http://shop.embedit.de/product__590.php|ATNGW100 hier]] ===== Auspacken und ausprobieren ===== {{ ATNGW100.JPG?160|Übersicht über das NGW100}} Als erstes muß das Board mit Spannung versorgt werden. Das geschieht mit einem Rundstecker am entsprechenden Anschluss. Die Spannung sollte zwischen 9 und 15V liegen. Die Polarität ist egal. Auf dem Board befindet sich ein Brückengleichrichter. [[http://www.avrfreaks.net/wiki/index.php/Documentation:NGW/NGW100_Power_system|Siehe NGW100 Power System]] Nach dem Einschalten passiert, außer dass die grüne Power LED leuchtet, zunächst nicht viel. Erst nach einer Weile leuchtet die rote SYS LED. Wenn dies geschieht, ist schon mal viel gewonnen :-) Das NGW100 kommt mit einem vorinstallierten Linux, das als Router konfiguriert ist. Für den ersten Test verbindet man am besten einen PC direkt mit dem **LAN** Port. Der PC sollte seine IP Adresse mittels DHCP beziehen. Das NGW100 vergibt dann an den Rechner eine IP Adresse im Bereich von 10.0.0.20 bis 10.0.0.25 Der IP Bereich 10.0.0.0–10.255.255.255 ist ähnlich wie 192.168.0.0–192.168.255.255 ausschliesslich\\ für das lokale Netzwerk reserviert. Ist der PC auf eine feste IP außerhalb von 10.0.x.x eingestellt funktioniert es nicht. Man muß eine Feste IP Adresse in diesem Bereich einstellen, z.B. 10.0.0.20 oder noch besser, die IP Adresse vom DHCP Server auf dem NGW100 beziehen [[http://www.urz.uni-heidelberg.de/Netzdienste/laptop/dhcp.shtml]] ===== Erster Test ===== {{ NGW_Startseite.jpg?160|Die Startseite des Webservers}} Wenn wir im Webbrowser jetzt [[http://www.example.net|http://www.example.net]] eingeben sollte die Startseite des Webservers angezeigt werden. (www.example.net funktioniert nur im lokalen Netzwerk und möglicherweise nur auf Linux Rechnern. ) Von der Startseite hat man Zugang zu vier Seiten. Die einfachste Seite ist [[http://www.example.net/cgi-bin/cgipio.cgi|NGW GPIO demonstration]]. Auf dieser Seite befindet sich ein einfaches Beispiel, wie man über ein Webinterface auf die normalen Ein-/Ausgänge zugreifen kann. Eine weitere Seite ist [[http://www.example.net/wiki/|AVR32 Documentation (Wiki)]]. Hier findet man eine statische Kopie des Wikis vom [[http://www.avrfreaks.net/wiki/index.php/Documentation:AVR32_General|avrfreaks.net Wiki]]. Die Dokumentation ist leider nicht auf dem aktuellsten Stand. Die dritte (eigentlich erste) Seite ist [[http://www.example.net/cgi-bin/webif.sh|NGW Administrative Console]] auf die man nach 60 untätigen Sekunden automatisch weitergeleitet wird. Hier kann man einige grundlegende Einstellungen am Router vornehmen. Wird man hier zu einer Passworteingabe aufgefordert lautet der **User: root** und das **Passwort: roota** Die vierte und letzte Seite ist die Konfiguration für den [[http://de.wikipedia.org/wiki/Samba_%28Software%29|Samba Server]] [[http://10.0.0.1:901/|Samba Web Administration Tool (swat)]]. Auch hier wird man zur Passworteingabe aufgefordert und auch hier ist der **User: root** und das **Passwort: roota**. //**Achtung**: bei der derzeitigen Linuxversion scheint der Samba Server noch einen Bug zu haben. Wenn man sich längere Zeit auf den Config Seiten des Samba Servers bewegt, bleibt Linux beim nächsten Bootvorgang hängen. Bisher ist es nur möglich das Board durch Überschreiben des Linux Images wiederherzustellen. Vorerst sollte man die Samba Konfigurationsseite besser meiden. // ===== Verbinden über FTP ===== {{ ngw100_Ftp.jpg?160|Das FTP Verzeichnis}} Als nächstes können wir FTP ausprobieren. Dazu nehmen wir ein beliebiges FTP Programm (ich habe FireFTP für den Firefox verwendet, gFTP hat irgendwie den Verzeichnisbaum nicht anzeigen können) und legen eine neue Verbindung an. * Host: www.example.net * User: root * Passwort: roota Eigene Programme lassen sich entweder über FTP oder über die SD Karte auf das NGW aufspielen. Damit wir die Programme dann aber auch ausführen können, müssen wir via Telnet oder SSH mit dem NGW100 kommunizieren. ===== Telnet ===== {{ NGW100_telnet.jpg?160|Über Telnet}} Ich verwende hier einmal Telnet. Es funktioniert sowohl unter Windows als auch Linux gleich. Man startet eine Konsole (unter Windows zu finden unter //Start/Alle Programme/Zubehör/Eingabeaufforderung//. Linux User finden die Konsole eh schneller als ihre Maus ;-). Dort geben wir folgendes ein **telnet 10.0.0.1** Über diese Telnet Konsole kann man dann wie auf einem lokalen Linux Rechner arbeiten (nein, eine Einführung in Linux schreibe ich nicht ;-) Es gibt [[http://www.google.de/search?hl=de&q=%22einf%C3%BChrung+in+linux%22&btnG=Google-Suche&meta=|hier]] schon genügend. ===== Router ===== Das NGW100 ist im Lieferzustand zunächst mal als Router konfiguriert. Man kann damit also mit einem Rechner in's Internet. Ich habe das NGW100 bei mir über den **WAN** Port an den eigentlichen Internetrouter mit eigenem DHCP Server angeschlossen. Nach dem Einschalten bekommt das NGW vom Router eine IP Adresse zugewiesen. Die Verbindung sieht also im Moment so aus: **Laptop -> LAN Port mit DHCP Server (NGW100) WAN Port -> Router mit DHCP Server -> Internet** Eigentlich müsste man auch direkt an das DSL Modem gehen können, aber dazu müsste ich den Router so konfigurieren, dass er sich bei meinem Provider anmeldet, aber davon hab ich keeeiiine Ahnung ;-) ===== Noch einfacher: serielle Schnittstelle ===== Es geht auch ohne Netzwerk. Man schließt ein serielles Kabel (9 polig Buchse - Stecker, 1:1 verbunden) an das NGW100, startet ein Programm wie Hyperterm, stellt die Schnittstelle auf 115,2k 8N1 ein und schaltet die Spannung ein bzw führt einen Reset aus. Man erhält dann jede Menge Informationen, beginnend mit: U-Boot 1.1.4-at0 (Jan 3 2007 - 10:30:09) U-Boot code: 00000000 -> 000144f7 data: 24000000 -> 24002d80 SDRAM: 32 MB at address 0x10000000 Testing SDRAM...OK malloc: Using memory from 0x11fc0000 to 0x12000000 Flash: 8 MB at address 0x00000000 DRAM Configuration: Bank #0: 10000000 32 MB In: serial Out: serial Err: serial Net: macb0, macb1 Press SPACE to abort autoboot in 1 seconds \- JFFS2 loading 'uImage' to 0x10200000 Scanning JFFS2 FS: ............... done. \- JFFS2 load complete: 905936 bytes loade \- Booting image at 10200000 ... Image Name: Linux-2.6.18-at0 Image Type: AVR32 Linux Kernel Image (gzip compressed) Data Size: 905872 Bytes = 884.6 kB Load Address: 10000000 Entry Point: 90000000 Verifying Checksum ... OK Uncompressing Kernel Image ... OK Starting kernel at 90000000 (params at 11fc0040)... Danach folgen noch etliche Meldungen, ähnlich wie beim Booten von Linux. Am Ende landet man auf einer ähnlichen Konsole wie vorher bei Telnet. ~~DISCUSSION~~